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 Betreff des Beitrags: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 18:03 
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Reisebericht 10. und 11. September 2011

10. September 2011

Die Hinreise verlief nahezu reibungslos. Bevor wir Zürich verliessen, suchten und fanden wir zwei Geocaches. Das Flugzeug in Richtung London startete mit nur gerade 20 Minuten Verspätung. Allerdings kreisten wir 2,5 Mal über London bis wir landen konnten. Dies war aber kein Grund zur Besorgnis, da wir genügend Zeit zum Umsteigen hatten. Das Flugzeug erhob sich pünktlich in die Lüfte und dann hiess es zirka 7 Stunden zu überstehen. Wir bekamen zwei Mahlzeiten serviert. Ein vollständiges Essen mit Vorspeise, Hauptspeise und Dessert. Leider war es nicht sonderlich lecker, aber es füllte den Magen. Das Sandwich, dass wir kurz vor der Landung bekamen, war schwer zu erraten, was da genau drin war. Dafür waren wir dann wirklich satt und das war auch schon viel wert. Wir holten dann unser Mietauto ab. Wir bekamen einen Ford Fokus, welcher ziemlich gross, aber glücklicherweise ein Automat ist. Anschliessend fuhren wir los zu einem Bekannten, der uns für zwei Nächte aufnahm. Nach einigem Suchen und Nachfragen, fuhren wir in die Einfahrt eines wunderschönen Hauses. Wir wurden sehr herzlich empfangen und bei einem gemütlichen Beisammensein liessen wir den Abend ausklingen.


11. September 2011

Nach einer Nacht, in der wir wie die Murmeltiere geschlafen haben, erwartete uns ein leckeres Frühstück. Es gab Speck mit Spiegelei und dazu noch leckerer Schinken und Salami und frische Croissants. Ein richtig tolles Frühstück um gut in den Tag zu starten. Anschliessend war das Bedürfnis gross, den Flugzeugmief runterzuwaschen. Nach einer ausgiebigen Dusche fühlten wir uns wie neu geboren. Wir unternahmen einen kleinen Spaziergang durchs Wohnquartier und fanden dabei unsere ersten drei Geocaches in Kanada. Danach folgte eine Überraschung für uns, denn es hiess, dass wir am Nachmittag von einem Boot abgeholt würden. Die Zeit bis dahin verbrachten wir lesend. Es stellte sich heraus, dass der Bootsführer ebenfalls ein Bekannter war. Er nahm uns auf eine schöne – 6 km lange – Tour mit. Dabei konnten wir wunderschöne Häuser und die Natur betrachten. Allerdings waren auch einige Schäden zu erkennen, welche der Hurrikan Irene angerichtet hatte. Diese Bootsfahrt war ein toller Einstieg in unseren Urlaub und versüsste uns den Tag. Als wir wieder festen Boden unter den Füssen hatten, war es auch schon Zeit fürs Abendessen. Kurzum wurde der Gasgrill eingeschaltet und die riesigen Koteletts auf den Rost gelegt. Dazu gab es Salat. Ein einfaches aber leckeres Abendessen. Danach machten wir es uns auf dem Sofa mit einem Kaffee gemütlich und lasen eine Weile. Da der Körper jedoch nicht so schnell umstellt, waren wir gegen 22 Uhr ( 4 Uhr morgens in Europa) müde und gingen zu Bett.

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Verfasst: Do 25. Okt 2012, 18:03 


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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 18:04 
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Reisebericht 12. und 13. September 2011

12. September 2011

Wir standen gegen 8 Uhr morgens auf und nahmen ein kleines Frühstück ein. Gegen 9.30 Uhr fuhren wir zuerst in Richtung Montreal. Einmal durch Montreal gefahren folgten wir der Trans Kanada Autostrasse 117 in Richtung Norden. Unser Ziel war Mont Laurier. Während dieser Zeit gewöhnten wir uns an unseren fahrbaren Untersatz. In Mont Laurier angekommen, machten wir einen Halt bei der Touristeninformation. Mit einem Stoss Unterlagen verliessen wir das Gebäude. Nach dem wir einen Blick in einen „Tourist Guide” geworfen hatten, war klar wo wir hinwollten. Es sollte eine Lodge an einem See sein, wo wir die Nacht verbringen wollten. Wir fuhren auch in diese Richtung los und es klappte zunächst alles wunderbar. Doch auf den letzten Kilometer scheiterten wir, da die asphaltierte Strasse einer Schotterpiste wich. Als die Löcher in der Fahrbahn zu tief wurden, mussten wir kapitulieren. Wir wählten einen anderen Weg zurück nach Mont Laurier und hofften unterwegs auf eine Übernachtungsmöglichkeit zu stossen. Eine infrage kommende Unterkunft verwarfen wir, als wir einen näheren Blick darauf geworfen hatten. Zurück in Mont Laurier suchten wir dann die B&B's auf, welche wir vorgängig im Internet herausgesucht hatten. Bei dem einen hatten wir Glück und konnten endlich aufatmen. Eine ähnliche Situation erlebten wir bei der Suche nach einem Restaurant. Zuletzt entschieden wir uns für das am nächsten Gelegene. Von da waren es nur ein paar Meter bis zu unserem B&B. Nach diesem anstrengenden und langen Tag, gingen wir sehr früh zu Bett.

13. September 2011

Um 7.40 Uhr standen wir auf, damit wir pünktlich um 8 Uhr für das Morgenessen nach unten gehen konnten. Es war auf der Terrasse für uns gedeckt. Es gab reichlich Kaffee und Orangensaft. Zu Essen gab es als erstes einen frischen Fruchtsalat und anschliessend ein Erdbeercrêpe mit Ahornsirup. Es war sehr lecker. Anschliessend wurde gepackt und wiederum um 9.30 Uhr verliessen wir das B&B, welches sehr schön gelegen war. Wir bedauerten, dass wir unser Zimmer nicht länger hatten geniessen können. Wir folgten weiterhin der Autostrasse 117. Da wir mit unserem Auto schon deutlich besser klarkamen, hielten wir an diversen Stellen, um den ein oder anderen Cache zu heben. An einem Ort gab es einen wunderschönen Wasserfall zu bewundern. Gegen 16 Uhr fuhren wir in Val d'Or ein. Wir hielten wieder kurz bei der Touristeninformation und holten uns einen Stadtplan, damit wir herausfinden konnten, wo unsere B&B's liegen. Wir klapperten sie ab, aber leider hatten wir keinen Erfolg. Alle waren belegt. Abermals suchten wir die Touristeninformation auf und die Dame dort hat uns dann ein Zimmer in einem Hotel reserviert. Erleichtert suchten wir das Hotel auf und bezogen unser Zimmer. Endlich hatten wir auch Internet um einige Dinge zu erledigen, beispielsweise um uns das Zimmer für den nächsten Tag zu reservieren. Das hatte geklappt, so dass wir entspannt hinreisen konnten. Auf der Suche nach einem Restaurant wurden wir auf der anderen Strassenseite fündig. Es gab leckere Pasta mit Lachsfilet. Nach dem Essen gingen wir wiederum erschöpft in unser Zimmer und legten uns bald schlafen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 18:05 
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Reisebericht 14. und 15. September 2011

14. September 2011

Das Frühstück nahmen wir im Hotelrestaurant ein, jedoch war es nicht in der Übernachtung inbegriffen. Wir entschieden uns für „Pain doré”. Das ist Brot, welches man in einem Teig badet und anschliessend in der Bratpfanne brät. Dazu gab es Erdbeeren und Himbeeren, die nicht wirklich lecker waren. Bevor wir aber Val d'Or verliessen, gingen wir noch zu der Goldmine und machten ein paar Fotos und natürlich die Geocaches in der Nähe. Danach hielt uns nichts mehr und wir fuhren in Richtung Kirkland Lake davon. An der Autostrasse lagen so viele Caches, dass wir uns entschieden nur diejenigen zu suchen, bei denen wir gut parken konnten. So kamen wir nicht gerade schnell vorwärts, doch das mussten wir auch nicht. Wir waren immerhin eine halbe Stunde zu früh, bei unserer Unterkunft. Deshalb fuhren wir zu einem Restaurant zurück, welches wir gesehen hatten und assen zu Abend. Im Restaurant sitzend konnten wir die schöne Aussicht auf den See, an dem es liegt, geniessen. Für meinen Freund gab es „Ribon Steak mit French Fries” und für mich „Fish and Chips”. Danach kehrten wir zur Unterkunft zurück und wurden von Vivienne sehr herzlich empfangen. Sogar einen leckeren Kaffee machte sie uns. Wir plauderten eine Weile, doch sie (sie war nämlich von Toronto angereist), wie auch wir waren vom langen Fahren erschöpft. Nach einer wohltuenden Dusche kuschelten wir uns ins Bett und schliefen bald ein.

15. September 2011

Gegen 8 Uhr durften wir ein fruchtiges Frühstück geniessen und dabei die wunderbare Aussicht auf den See geniessen. Wir hatten das Glück einen Adler nahe am Haus vorbeifliegen zu sehen. Das war sehr eindrücklich und schön anzusehen. Das Haus ist sehr schön gelegen, aber etwas einsam und verlassen. Für uns Schweizer ist es wie im Paradies. Endlich mal nicht der Nachbar, der über den Zaun schauen kann. Vivienne jedoch ist dabei das Haus zu verkaufen, weil sie nach all den Jahren nicht mehr alleine da leben möchte. Nach dem Frühstück fuhren wir los in Richtung North Bay. Wir kamen zügig voran, denn auf dieser Strecke hatte es deutlich weniger Geocaches. Gegen 14 Uhr erreichten wir das Beaverland Camp, wo wir eine Unterkunft für diese Nacht fanden. Wiederum wurden wir sehr herzlich aufgenommen. Man bezog unsere Betten und als wir auf einen Kaffee im Camp Office reinschauten, wurden wir zum Kaffee eingeladen und bekamen ein Elchetui für Stifte geschenkt. Die Freude, dass sich Schweizer in diese Gegend begeben hatten, war gross und wir wurden sofort in ein nettes Gespräch verwickelt. Es ist sowieso auffallend, wie gesprächig die Menschen in diesem Teil von Kanada sind. Wir machten nämlich noch einen Spaziergang am See entlang und trafen auf Fischer, die ebenfalls gerne mit uns plauderten und wissen wollten woher wir kommen. Nach unserer Rückkehr blieben wir im Häuschen, da es heftig regnete. Das Wireless wollte nicht funktionieren und so entschieden wir uns dafür, dass wir was essen gehen. Nicht weit entfernt gibt es ein Restaurant, wo wir leckeren Fisch bekamen. Nach dem Essen kehrten wir ins Häuschen zurück, schnappten unsere Kameras und versuchten den Sonnenuntergang mit Bildern festzuhalten. Ob uns das geglückt war, sahen wir dann auf dem Netbook. Es stellte sich heraus, dass wir durchaus einige tolle Bilder vorzuweisen hatten. Danach machten wir es uns mit einem Bier gemütlich und versuchten in unseren Büchern etwas weiter zu kommen. Als es draussen richtig dunkel war, schlichen wir noch mal hinaus und bewunderten den Sternenhimmel. Man konnte alles wunderbar sehen, da es kein Licht gab, dass gestört hätte. Diesen schönen Anblick nahmen wir mit ins Bettchen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 18:06 
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Reisebericht 16. und 17. September 2011

16.September 2011

Kaum waren wir wach, stürzten wir uns in unsere Kleider, schnappten unsere Fotoapparate und versuchten den Nebel über dem Wasser zu fotografieren. Es war uns vermutlich gelungen. Danach wurde schnell gepackt und im Camp Office tranken wir noch einen Kaffee und verabschiedeten uns von dem netten Besitzerpaar. Beim Camp sahen wir auch unseren zweiten Adler. Nebenbei hatten wir noch erfahren, dass es in der Nacht -5 Grad gewesen war und am morgen waren es gerade mal 3 Grad plus. Da kann man von Glück sprechen, wenn man ein Auto mit guter Heizung hat. Endlich im Auto fuhren wir in Richtung North Bay, wo ein Frühstückshalt eingeplant war. Schnell war ein Tim Hortens gefunden, denn da gibt es den besten Kaffee. Wir entschieden uns dann für ein „Breakfast Sandwich” und eine grosse Tasse Kaffee. Mir hat das Sandwich so gut geschmeckt, dass ich noch ein Zweites holte. Dazu muss ich sagen, dass die Sandwiches nicht wirklich gross waren. Gestärkt fuhren wir weiter dem See entlang und trafen durch Zufall auf eines der B&B's. Dort stoppten wir kurz und reservierten telefonisch für den Abend. Alles klappte wunderbar, so dass wir die Umgebung dank Geocaches erkunden und unterwegs Rehe und eine Schlange bewundern konnten. Pünktlich gegen 16.30 Uhr waren wir beim B&B. Schnell war das Zimmer bezogen und wir genossen eine schön heisse Dusche. Etwas später gingen wir in die „Weisse Eule” essen. Das Essen war gut und wir hatten diesmal reichlich bestellt. Ein Menü war : Schnecken mit Mozzarella überbacken, Filet Mignon mit etwas ähnlichem wie Reis und einen kleinen Fruchtsalat. Das andere Menu bestand aus: Cranberry – Melonen -Salat, Surf and Turf (Meeresfrucht und Fleisch) und Crêpe. Zum ersten Mal tranken wir auch Wein, allerdings nicht aus der Region. Gut gesättigt spazierten wir zurück zum B&B. Kurze Zeit lasen wir noch, doch dann fielen uns wiederum die Augen zu.

17.September 2011

Am Morgen hatten wir zum ersten Mal Gesellschaft beim Frühstück. Ein zweites Pärchen hatte ebenfalls da übernachtet. Das reden fiel leicht, denn sie kommen aus Deutschland. Der Gastgeberin zu liebe wechselten wir dann auf Englisch. Es war ein nettes Gespräch während des Frühstücks. Wir tauschten uns vor allem über die Reisepläne aus. Nachdem wir den zweiten Kaffee genossen hatten, war es an der Zeit die sieben Sachen ins Auto zu packen und in Richtung Manitoulin Island zu fahren. Die Fahrt verlief reibungslos und bald standen wir bei der Touristeninformation von Manitoulin Island, wo wir uns einen Überblick verschafften, wo genau unsere Lodge denn eigentlich liegt. Der Ort war schnell gefunden. Unterwegs hatten wir schon mal ein paar Sachen eingekauft, damit wir abends nicht verhungern würden. Bei der Lodge angekommen, die sehr abgelegen dafür an einem wunderschönen ruhigen und idyllischen Ort liegt, wurden wir herzlich Willkommen geheissen. Nach einer kurzen Besichtigungstour und dem Beziehen unseres gemütlichen Appartements, mussten wir noch mal los, um uns fürs Abendessen einzudecken, denn das Kochen am Abend wollten wir selber machen. Auch aus dem Grund, damit wir nicht wieder fahren müssen. Es machte richtig Spass in einem mal ganz anderen Kaufhaus einzukaufen und zu sehen, was es da so gibt. Als wir alles zusammen hatten, fuhren wir zurück und schalteten kurz darauf schon mal den Gasgrill ein. Für jeden von uns gab es ein grosses Stück Fleisch und das Brot dazu reichte dann schon für eine Mahlzeit. Den Salat liessen wir dann weg, nur die Cherrytomaten assen wir noch. Wir erledigten den Abwasch und dann standen wir plaudernd mit dem Besitzer, vor einem grossen Feuer, zusammen. Gegenseitig erzählten wir uns Geschichten vom Reisen und ähnliches. Es war gemütlich und ein schöner Abschluss eines sonnigen Tages.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 25. Okt 2012, 18:06 
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Reisebericht 18. und 19. September 2011

18 September 2011

Bei strahlendem Sonnenschein standen wir auf und konnten mit Blick auf den See frühstücken. So könnte eigentlich jeder Morgen beginnen. Wiederum leistete uns ein anderes Paar beim Frühstück Gesellschaft, jedoch waren die beiden etwas scheu und verschwanden sehr schnell wieder. Während des zweiten Kaffee, schlug man uns eine Wandertour und die Besichtigung einer Kirche vor. Der Vorschlag gefiel uns und wir machten uns auf den Weg. Ich war etwas erschrocken, als ich mich der Kirche näherte, denn mir wurde schnell bewusst, dass man einen heiligen Ort der Indianer einfach mit christlichen Symbolen zugestellt hat. Man hatte deutlich den Eindruck, dass es ein aufgezwungenes Christentum ist. Die indianischen Symbole waren sehr schön gemacht und vermitteln etwas von deren Kultur. Da die Sonntagmesse gleich begann, zog ich mich zurück. Danach hatten wir eine vierstündige Wanderung vor uns. Es gab verschiedene Trails, die man entlang wandern kann. Insgesamt sind es 12 Kilometer, aber da wir ab und an einen Abstecher gemacht haben, waren es noch ein paar Meter mehr. Die Wege führten durch einen schönen Wald und zwischendurch mussten wir auch etwas klettern, da Felsen zum Vorschein kamen. Auf dem Adventuretrail hätten wir uns durch Felsspalten quetschen oder kriechen können, was wir aufgrund von Rucksack und Fotokameras nicht machten. Auf dem Rückweg gab es immer wieder Aussichtsplattformen, von wo wir einen wunderbaren Blick über die Seen und Wälder hatten. Beeindruckt war ich vor allem, wie weit wir sehen konnten. Das kann man sich fast nicht vorstellen. Zurück beim Auto waren wir dann doch geschafft und froh, dass wir nicht mehr zu Fuss weiter mussten. Bei der Lodge angekommen, schnappten wir unsere Bücher und machten es uns auf den Liegen gemütlich. Solange die Sonne schien war es sehr angenehm. Ein kleines Nickerchen war auch noch drin. Etwas später war dann kochen angesagt. Es gab erneut etwas vom Grill mit Teigwaren und Salat. Sehr einfach, aber lecker. Dazu genossen wir einen Wein. Ausserdem liessen wir es uns nicht nehmen noch einen Kaffee zu machen und beim Trinken ein paar Cookies zu essen. Als der Abwasch erledigt war, entzündeten wir das Lagerfeuer und hielten Ausschau nach der ISS.

19 September 2011

Als wir die Treppe hochgingen zum Frühstücksraum, regnete es uns auf den Kopf und das sollte auch noch eine Weile so bleiben. Deshalb fiel uns der Entscheid nicht schwer, was wir an diesem Tag machen mussten. Wir erklärten ihn zum Waschtag. So packten wir die schmutzigen Kleider in den Rucksack und fuhren zum nächsten Waschsalon. Zum Glück war gegenüber ein Restaurant, wo man sehr leckeren Kaffee bekommt, so dass wir die Zeit während unsere Wäsche sauber wurde, gut verbringen konnten. Nach knapp einer Stunde packten wir die saubere Wäsche beinahe trocken wieder in den Rucksack. Als wir bei einem Souvenirshop vorbei kamen, dachten wir uns, da könnte es auch T-Shirts geben und wir wurden nicht enttäuscht. Wir fanden beide ein schönes Exemplar. Doch damit war unsere Shopping-Tour noch nicht zu Ende. Wir kauften noch etwas Bier für den Abend. Da es nach wie vor schüttete wie aus Kübeln gingen wir zurück in unser gemütliches Appartement und verbrachten unsere Zeit mit Indoor-Aktivitäten, wie administrative Dinge im Internet oder so wie ich Reisebericht schreiben. Zum Lesen kamen wir so auch ein bisschen. Gegen Abend rissen die Wolken auf und wir eilten zum Auto und machten noch eine zweistündige Tour. Wir schauten uns einen schönen Wasserfall an und konnten beobachten wie Lachse den Bach hochgehüpft kamen, um im Teich beim Wasserfall zu leichen. Leider sollen sie angeblich danach dort sterben, aber wir sahen sie glücklicherweise noch lebend im Wasser schwimmen. Die Lachse sind sehr gross und es war schon eindrücklich zu sehen, wie sie sich den Bach hochkämpfen. Sie von Hand zu fangen, ist nicht möglich, denn sie sind definitiv zu schnell, wie ein Versuch gezeigt hat. Als wir in Richtung Gore Bay fuhren, um noch ein paar Caches zu finden, standen plötzlich am Strassenrand mehrere Rehe. So viele an einem Ort habe ich noch nie gesehen. Sie hüpften vor uns davon und überquerten dabei nicht selten die Strasse, deshalb konnten wir nur noch Schritttempo fahren. Aber es war wunderschön die Tiere in der freien Wildbahn zu sehen. Gegen 19 Uhr mussten wir zurückfahren, weil es bei Dunkelheit sehr gefährlich sein kann Auto zu fahren, weil die Tiere mehr und mehr die Strasse kreuzen. Wohlbehalten erreichten wir die Lodge und dann gab es Abendessen mit Toastbrot. Dazu hatten wir Schinken und Käse. An ein warmes Feuer war leider nicht zu denken, denn es war alles viel zu nass.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 29. Nov 2012, 11:32 
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Reisebericht 20. und 21. September 2011

20. September 2011

Ein Mutiger von uns, ging vor dem Frühstück im See baden. Während dem Frühstücken zeigte sich schon die Sonne und es versprach ein schöner Tag zu werden. Den wollten wir in vollen Zügen geniessen, denn für den nächsten Tag wurde ein Gewitter und Regen gemeldet. Deshalb zogen wir sobald es möglich war los und erkundeten die Insel mit einer 10 Stationen-Cachetour. Dabei wurden wir an sehr schöne Ort geführt und manchmal konnte man noch einen Abstecher zu einem anderen Cache machen, so dass wir vollauf beschäftigt waren. Ein Punkt auf unserer Liste war der Besuch der Misery Bay, doch da musste man an einem Automaten Geld bezahlen und sich einen Schein holen, denn man innerhalb des Park vorweisen musste. Da der Automat jedoch nur das Geld schluckte, aber nichts ausdruckte, liessen wir es bleiben, denn wir hatten keine Lust auf lange Diskussionen, falls jemand danach fragen würde. So zogen wir weiter und suchten stattdessen noch ein paar Geocaches. Die Zeit verging auch so wie im Flug und wir mussten langsam zurückfahren, da wir noch etwas fürs Abendessen brauchten. Im Supermarkt fanden wir wieder zwei ziemlich grosse Stücke Fleisch und dazu brauchten wir nur noch etwas Brot. Dafür genossen wir noch Wein dazu. Das Feuer brannte schon während dem Essen und danach machten wir es uns mit einem anderen Paar beim Feuer gemütlich. Wir hatten nette Gespräche während wir die Sterne und das Feuer genossen. Einen tollen Abend mit Menschen zu verbringen, die man vermutlich nie mehr in seinem Leben wiedersieht, hat definitiv etwas. Uns hat es gefallen und wir kamen dementsprechend auch spät ins Bett.

21. September 2011

Da schon wieder Regen angesagt war, verliessen wir kurz nach dem Frühstück unser temporäres Zuhause. Wir hatten drei Punkte auf der Liste, die wir abarbeiten wollten. Der erste Punkt führte uns zur Carter Bay. Da wir aber nicht direkt dorthin fahren konnten, mussten wir von der nächsten „Michael's” Bay aus rübergehen. Die Strecke zog sich in die Länge und der Marsch war nicht ganz einfach, da man sich auf grossen Steinen fortbewegen musste, was nicht immer einfach war. Es war viel Konzentration und Geschick nötig. Aber es liess sich nicht vermeiden, dass die Gelenke etwas darunter litten. Wir erreichten dann die langersehnten Dünen und fanden auch die aussergewöhnliche Distel, aber so wie es aussah, hatten wir die Blütezeit verpasst. So kann es gehen, aber der Fussmarsch hatte sich trotzdem gelohnt. Allerdings waren wir froh, als das Auto uns wieder fortbewegte. Wir fuhren danach noch mal zurück zum Wasserfall und da waren mittlerweile noch mehr Lachse eingetroffen. Das Becken unter dem Wasserfall war voll davon. Wir konnten einen Lachs auf seiner Reise verfolgen und waren wiederum beeindruckt. Da wir jedoch nicht wussten, wie lange das Wetter noch mitmachte, zogen wir weiter, denn wir wollten noch einen besonderen Cache suchen. Am Tag zuvor haben wir während 10 Stationen alle Informationen für den Final-Cache gesammelt und den galt es noch zu finden. Wir mussten dafür zurück zum Cup und Soucer Trail und leider erwischten wir den falschen Weg und dieser war bei nassem Boden nicht gut zu gehen. Zum Glück fanden wir dann einen anderen Weg, wo wir uns angenehmer dem Cache nähern konnten. Dieser war schnell gefunden und danach marschierten wir wacker in Richtung Auto. Der Regen würde sich nicht mehr lange zurückhalten und so war es auch. Kurz nachdem wir Zuhause waren, fing der Regen und auch das Gewitter an. Unser Abendessen bestand aus den restlichen Sachen, die wir noch hatten. Es reichte völlig, dass wir satt wurden. Danach machten wir eine kreative Pause – das heisst ein Nickerchen. Doch wir mussten uns noch um die Administration kümmern und dabei half uns eine Tasse mit starkem Kaffee. Es gab so einiges zu erledigen. Doch auch das ging nicht ewig, so dass wir noch ein bisschen lesen konnten, bevor wir mit den Bilder des Tages einschlafen konnten.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 29. Nov 2012, 11:33 
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Reisebericht 22. und 23. September 2011

22. September 2011

Heute nahmen wir das letzte Frühstück in der Green Bay Lodge ein. Es wurde Zeit Abschied zu nehmen und weiterzuziehen. Zuerst mussten wir die Strecke zur Fähre zurücklegen, was ungefähr 35 Minuten dauerte. Wir waren knapp eine Stunde zu früh, aber das war nötig, da wir keine Reservation hatten. Die Zeit bis die Fähre abfuhr, vertrieben wir uns in den Souvenirläden. Als wir in die Fähre fuhren sahen wir, dass wir einen Stock höher parken mussten. Das war speziell. Da es leider regnete, verbrachten wir die Fahrt im Innern und lasen. Zwei Stunden brauchte die Fähre um uns nach Tobermory zu bringen. Wir mussten danach zügig nach Orangeville fahren, da wir mehr Zeit auf der Fähre verbracht hatten, als es uns angeben hatte. Mit Fahrerwechsel schafften wir es bis Orangeville und fanden auch schnell eines der B&Bs, das wir vorher herausgesucht hatten. Gegen 19 Uhr konnten wir unser Zimmer beziehen. Es stellte sich heraus, dass unser Gastgeber ebenfalls aus der Schweiz stammt und so wurden wir kurzum zum Abendessen eingeladen. Das nette Ehepaar hatte sich wirklich sehr über unsere Gesellschaft gefreut und bewirtete uns fürstlich. Beim Essen ergab sich ein spannendes Gespräch. Sie organisierten uns auch noch eine Unterkunft für unsere Zeit in Ottawa, was uns wirklich entgegen kam, weil man sich dann keine Sorgen machen musste. Da wir den ganzen Tag sitzend im Auto verbracht hatten, waren wir froh ein paar Schritte zu gehen. Der Spaziergang brachte uns zu einer Bar und wir tranken gemütlich ein Bier. Danach gingen wir zurück und ich wechselte noch ein paar Worte mit der lieben Gastgeberin. Da es aber ein langer Tag war, ging ich dann bald auf unser Zimmer. Nach den täglichen Sprachkalenderblättern fielen mir die Augen zu.


23. September 2011

Der Frühtückstisch war reichlich gedeckt. Es gab alles war unser Herz begehrte. Es fehlte uns definitiv an nichts. Das Ehepaar war so herzlich zu uns und es tat uns fast leid, dass wir früh los mussten. Man gab uns sogar die Handynummer falls wir Probleme hätten. Die Beiden werde ich bestimmt nicht vergessen. Wieder im Auto fuhren wir in Richtung Niagara. Es dauerte gute zwei Stunden bis wir da waren. Zuerst sahen wir uns die Wasserfälle von oben an und danach gingen wir auf ein Boot und liessen uns unten an den Niagarafall bringen. Trotz des Regenschutzes, den man uns gegeben hatte, wurden wir noch ordentlich nass. Doch das war es auf jeden Fall wert gewesen. Von unten betrachtet ist der Niagara- Wasserfall sehr beeindruckend. Um etwas trocken zu werden, gingen wir durch die Souvenirshops, aber gekauft haben wir nichts. Wir verliessen Niagara wieder, das übrigens sehr übel zum Touristenort gemacht wurde. Die Hoteltürme und Läden schrecken einen ab. In Missisauga machten wir einen weiteren Stopp. Der Gitarrenladen, welchen wir aussuchen wollten, hatte leider geschlossen, so dass wir enttäuscht weiterzogen. Danach ging dann gar nichts mehr. Es regnete so stark, dass wir dachten, die Welt würde jeden Moment untergehen. Dann durften wir auch noch 2,5 Stunden im Stau stehen, was uns wirklich den letzten Nerv geraubt hat. Als wir endlich auf die Autostrasse eingebogen waren, nahmen wir die erste Gelegenheit war und machten eine Pause, um zu Abend zu essen. Es war ein Mac Donalds der herhalten musste dafür. Von da wären es noch 48 Kilometer gewesen, doch unterwegs sahen wir das Schild für ein B&B, das jedoch geschlossen war, so wie wir das erkennen konnten. Danach ging die Hölle für uns weiter. Regen und keine Ahnung wo wir schlafen könnten und das um 19 Uhr abends. Wir machten einen Fahrerwechsel und als wir in die nächste Ortschaft kamen, fragten wir überall an. Dummerweise gab es da einen Anlass und alles war ausgebucht. Das hiess noch mal weiterfahren. Wir hielten verzweifelt bei einem Motel und dort bekamen wir noch das letzte Zimmer. Jemand war nicht angereist und auch nicht erreichbar, so dass wir das Zimmer übernehmen und endlich zur Ruhe kommen konnten. Zuerst wurde mal ausgiebig geduscht und das Freigetränk genossen. Im TV kam eine Sendung, die wir mögen und diese sahen wir uns dann an, um wieder runter zu kommen. Wir waren definitiv froh, dass wir uns für die restlichen Nächte keine Sorgen mehr machen mussten, wo wir schlafen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 29. Nov 2012, 11:34 
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Reisebericht 24. und 25. September 2011

24. September 2011

Da wir abends so spät angekommen waren, erlaubten wir uns eine Stunde länger als gewöhnlich zu schlafen. Kaum aus dem Bett packten wir unsere sieben Sachen zusammen und machten uns auf den Weg in Richtung Ottawa. Unterwegs hielten wir bei einem Tim Hortens und bestellten den grössten Kaffee, den sie haben und ein Breakfast Sandwich. Gestärkt fuhren wir weiter und hielten nur ab und zu um einen Cache zu suchen. Bereits um 16 Uhr bogen wir in die Einfahrt unseres B&B's und waren froh, dass wir es für diesen Tag geschafft hatten. Wiederum wurden wir sehr herzlich empfangen und ausnahmsweise konnten wir reden, wie uns der Schnabel gewachsen ist, denn wir übernachteten bei einem Schweizer-Paar. Unser Gastgeber fuhr mit uns einmal um sein Gut, um uns alles zu zeigen. Danach bezogen wir unser Zimmer und genossen es einfach mal in Ruhe zu liegen und entspannen. Als wir uns auf den Weg zum Restaurant machen wollten, hiess es, wir könnten auch hier mitessen. Wir nahmen das Angebot an und konnten leckere Rösti mit Apfelmus essen. Wir unterhielten uns ganz nett und es war eine gemütliche Atmosphäre. Unsere Gastgeberin meinte, wir könnten noch ins Dorf, da gebe es eine Kneipe, die uns vielleicht noch gefallen könnte. Das wollten wir dann auch gleich herausfinden und zogen zu Fuss los. Bald hatten wir die Bar gefunden und fühlten uns dort auch sofort sehr wohl. Wir spielten ein paar Partien Billard und tranken dazu Bierchen und Cider. Ich hab mir dann in der Juxbox noch vier Lieder ausgesucht, was mir Spass gemacht hatte. Da wir wussten, dass wir am nächsten Tag wieder Programm hatten, gingen wir gegen 22 Uhr Ortzeit zurück zu unserem B&B. Dort angekommen erledigten wir die Abendtoilette zügig und dann war schlafen angesagt.


25. September 2011

Um 8 Uhr erschienen wir zum Frühstück. Währenddessen liessen wir uns Tipps geben, was man sich in Ottawa alles anschauen kann. Auch ein guter Parkplatz wurde uns empfohlen. Nach dem Frühstück packten wir kurzum unsere Sachen und fuhren los nach Ottawa. Keine halbe Stunde später waren wir da und hatten das Auto geparkt. Zuerst gingen wir zum Parlament Hill. Dort wurde eine Gedenkfeier für die gefallenen Polizisten abgehalten. Es war sehr eindrücklich. Man sah Mounties und eine Delegation in Schottenröcken. Um den Rasenplatz waren an die 100 Polizeimotorräder in Reih und Glied abgestellt. Dahinter standen die Polizisten mit den schwarzen Sonnenbrillen, was ihnen einen grimmigen Gesichtsausdruck bescherte. Danach stiegen wir zum Kanal hinunter zu den Schleusen. Wir blieben in der Nähe des Parlaments und erkundeten die tollen Quartiere. Ausserdem war das Wetter viel zu schön, um den Tag in Museen zu verbringen. Wir gingen lecker Mittagessen. Salat mit Hamburger oder so wie ich ein Chickensandwich. Wir versuchten ein paar Caches zu lösen, aber es wollte nicht so recht funktionieren. Es verschlug uns auch noch in einen Buchladen. Innen sehen die schon ganz anders aus, als bei uns. Grösser und ein Buch belegt zwei Reihen in einem Regal. Da wir kein Restaurant fürs Abendessen fanden, fuhren wir zurück nach Russel. Im Georges bekamen wir alle möglichen Speisen aus allen Herren Länder. Ich mixte Chinesisch mit Italienisch. Die Pizzas waren so gross, dass wir uns die Hälfte hatten einpacken lassen müssen. Wieder im B&B angekommen, haben wir geduscht und für einmal habe ich bis morgens um Zwei Uhr mit der Gastgeberin geplaudert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 3. Jan 2013, 18:43 
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Reisebericht 26. und 27. September 2011

26. September 2011

Wir standen um 8 Uhr auf und es gab ein leckeres Frühstück. Wir erhielten einen herzlichen Abschied. Da das Wetter weiterhin sehr schön war, entschieden wir uns für den Omega-Park. Zuerst mussten wir mit einer Fähre den Fluss überqueren und auf der anderen Seite der Strasse folgen bis nach Montebello. Dort angekommen brauchten wir nur den Schildern zu folgen und schon waren wir beim Park. Der Park ist so konzipiert, dass man einen Teil mit dem Auto passiert und den Rest kann man auf Wanderwegen zu Fuss machen. Bewundern kann man da alles Tiere die in Nordamerika leben. Darunter sind Bären, Wölfe, Wapiti, Arktische Füchse, Wildschweine, Rehe und Biber und noch viele mehr. Es war verboten aus dem Auto auszusteigen, da es aber immer wieder solche gibt, die es trotzdem machen, müssen einige Tiere wohl oder übel hinter Zäunen gehalten werden. Dies gilt erstaunlicherweise nicht für Bisons. Es stand einer neben unserem Wagen und hätte uns der gerammt, wir wären sicher auf dem Dach gelandet. Wir legten dann auch einen Teil zu Fuss
zurück und kauften uns Karotten, um die Tiere zu füttern. Einen Hirsch konnte ich sogar streicheln. Wir verbrachten schöne Stunden in dem Park und fuhren mit dem Auto zweimal den Parcours ab. Die Zeit verging viel zu schnell und wir mussten ja noch bis in die Nähe von Montreal fahren. Wir fuhren also zügig zu unserer Unterkunft und machten nur einen kleinen Halt um etwas Kleines zu essen. Dummerweise gab es auf unserer Strecke einen Unfall, welchen wir dann grossräumig umfahren mussten. Doch irgendwann fuhren wir in die Einfahrt und da wir schon erwartet wurden, stand die Türe offen. Es gab ein herzliches Wiedersehen und bei einer Tasse Kaffee tauschten wir uns aus. Es war schön, die Bekannten nach vier Jahren wieder zu sehen.


27 September 2011

Da wir den voraussichtlich letzten Tag Sonne draussen verbringen wollten, entschieden wir uns für den olympischen Park und den botanischen Garten. Zuerst fuhren wir mit einer Art Aufzug zum Turm empor. Von oben hat man eine tolle Aussicht. Leider nur durch Glas. Nach einer Viertelstunde fuhren wir wieder nach unten. Wir umrundeten das Gebäude und machten ein paar Fotos. Direkt daneben liegt der botanische Garten. Besonders der chinesische Garten war sehr schön, denn er war mit speziellen chinesischen Laternen dekoriert. Ich habe noch nie vorher so etwas gesehen, deshalb war ich sehr fasziniert. Nach dem chinesischen Garten kommt man in den Japanischen, der auch sehr schön gestaltet ist. Wir konnten in einem Teich eine Menge Kois bestaunen. Ich glaube, ich habe noch nie so viele bunte Fische gesehen, wie in dem Teich. Als Letztes gingen wir in ein Haus, das den Insekten gewidmet war. Wieder kam ich ins Staunen, denn ich wusste nicht, dass es so viele verschiedene Arten von Käfer und Schmetterlingen gibt. Wir konnten auch noch andere kleinere und grössere Tiere bewundern, darunter Spinnen und Skorpione. Während meines Aufenthaltes in diesem Haus, hatte ich immer das Gefühl etwas würde auf mir herumkrabbeln. Gegen 15.30 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Flughafen. Wir wollten dort unseren Gastgeber abholen, der nach Hause zurückkehrte. Einmal mehr verbrachten wir eine Menge Zeit im Stau, aber jeder Stau hat auch mal eine Ende und so kamen wir heim. Dort erwartete uns ein leckeres Essen, dass wir gemeinsam einnahmen. Es gab Filet in Speck eingewickelt mit leckerer Sauce, Reis und Salat. Da man sich so schnell nicht alles von vier Jahren erzählt hatte, plauderten wir bei Kaffee noch eine ganze Weile.

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 Betreff des Beitrags: Re: Kanada 2011
BeitragVerfasst: Do 3. Jan 2013, 18:47 
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Reisebericht 28., 29. und 30. September 2011

28. September 2011
Gleich nach dem Frühstück zogen wir wiederum los nach Montreal. Diesmal wollten wir gewisse Stadtteile wieder besuchen und auch die dazugehörigen Läden. Zuerst machten wir einen Wherigo-Cache, welcher uns zu interessanten Gebäuden führte. Danach schauten wir in den Gitarrenläden vorbei. Irgendwann war es an der Zeit etwas zu essen und das machten wir im alten Hafenviertel. Das Restaurant liegt an einem Platz, auf dem sich immer etwas tut und wo man die sonderbarsten Menschen beobachten kann. Wir versuchten noch den ein oder anderen Cache zu lösen, aber einfach war es nicht. Schliesslich landeten wir im DVD & CD-Laden, wo ich noch etwas besorgen wollte. Zu meiner Freude fand ich alles. Wir folgten der Strasse noch eine Weile, doch dann merkten wir, dass unsere Füsse müde wurden und wir machten eine Kaffeepause in einer bekannten Kaffeekette. Etwas gestärkt gingen wir zurück zum Auto und fuhren ohne Stau nach Hause. Allerdings zogen wir uns nur um und fuhren gleich wieder los. Unsere Gastgeber vom Anfang unseres Urlaubs wollten wir noch einmal besuchen. Es war ein schöner Abend und wir hatten viel zu lachen.


29. September 2011

An diesem Tag stand ein Firmenbesuch an. Davor fuhren wir beim „ Tim Hortens” vorbei, wo wir uns zwölf Donuts und Muffins geben liessen. In der Firma angekommen, wurde zuerst ein Kaffee getrunken und dazu etwas Süsses genascht. Danach gab es eine Führung durch die Firma, in der mein Freund gearbeitet hatte. Gegen Mittag gingen wir kurz nach Hause und zogen gleich wieder los in ein Eisenbahnmuseum. Wir konnten tolle Lokomotiven bewundern und alte Trams von Montreal. Es war wirklich eine schöne und liebevoll gestaltete Ausstellung. Nachdem wir alles gesehen hatten, wollten wir noch ein bisschen Geocachen, da es nicht wie erwartet regnete, doch die Mücken haben uns dermassen attackiert, dass wir heim fuhren. Als Abendessen gab es leckere Spaghetti mit einer supertollen Hackfleischsauce. Wir tranken noch einen Kaffee und assen Kekse. Danach war endlich ein bisschen Zeit zum Ausspannen und lesen.


30. September 2011

Wir standen gegen 8 Uhr auf und frühstückten gemütlich mit dem Hausherr. Danach duschten wir und packten die Koffer. Die Zeit bis zum frühen Abendessen vertrieben wir uns mit Geocachen und einem letzten Besuch in einem Canadian Tire. Für unsere lieben Gastgeber besorgten wir einen Gutschein einer Käserei, in der sie sehr gerne einkaufen gehen. Wir fuhren dann zurück zum Haus und legten uns noch etwas hin. Wir beide schliefen schnell ein und das war gut so. Gegen 16.30 assen wir leckeren Fisch mit Reis und Salat. Es war super lecker. Wir schnackelten noch einen Moment, doch dann war es Zeit Abschied zu nehmen. Wir fuhren zum Flughafen, gaben unseren „Flitzy” ( Auto) ab. Am liebsten hätten wir ihn ja mitgenommen, denn er war während des Urlaubs ein treuer Gefährte gewesen. Als nächstes machten wir den Check-In und gaben den Koffer auf. Da wir nicht länger warten wollten, brachten wir auch gleich die Sicherheitskontrolle hinter uns. Von diesem Moment an, begann das lange Warten, bis wir endlich zu Hause die Haustür öffnen und statt „ Hoi” „ Hello, how are you” sagen konnten. Es ist erstaunlich, woran man sich in nur drei Wochen gewöhnt. Unser Sprachenmix war auf jeden Fall beeindruckend.

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