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Pflegeberufe
Seit Tagen verfolge ich Berichte von Menschen, welche in Pflegebereichen arbeiten. Gerüchtemässig hab ich gehört, dass Schweizer-Pflegefachfrauen- und männer in private Kliniken überwechseln, weil die Entlöhnung nicht stimmt. Man arbeite viel und erhalte nicht den entsprechenden Lohn dafür. Kommt sicher vor, aber ich denke, dass es einen anderen viel krasseren Grund gibt, warum so viele Pflegefachleute den Bereich verlassen. Dieser Grund wird wohl gerne totgeschwiegen.
Diese Menschen berichten, dass sie sich nicht angemessen, um ihre Patienten kümmern können. Vor lauter Stress gibt es kaum Bezug zu den Patienten. Man kann sich keine Zeit für die Menschen nehmen. Die Betten sind knapp und Menschen werden unter Umständen zu früh nach Hause geschickt. Dabei weiss man gar nicht, ob sich jemand um die Person kümmern kann, bis sie vollkommen genesen ist.
In Pflegeheimen werden die alten Leute ab 4 Uhr morgens aufgenommen, damit alle bis zum Frühstück bereit sind. Für das Gehirntraining der Leute hat man keine Zeit mehr. Ausserdem müssen die alten Leute recht lange warten, bis jemand auf ihr Klingeln reagiert, was unangenehm wird wenn sie zur Toilette müssen.
Solche Berichte geben mir zu denken.
Eigene Erfahrungen konnte ich sammeln, als ich für eine Woche ins Krankenhaus musste. Da sagt man dem Hintersten und Letzten, dass man eine Medikamentenunverträglichkeit hat und deswegen zum Schutz noch ein Medi braucht und was geschieht? … nichts. Als Patient muss man mittlerweile gut aufpassen, dass man nicht falsch behandelt wird, obwohl man Vertrauen haben sollte. Ich war schon sauer, dass der Stress der Pflegeleute so gross ist, dass man nicht darauf vertrauen kann, ordnungsgemäss behandelt zu werden.
Es wird Zeit, dass man aufhört mit der Sparerei im Gesundheitswesen, wenn es auf Kosten der Gesundheit der Patienten geht.
_________________ Heute ist der 1. Tag des Rests meines Lebens
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