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Charlotte Link
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Autor:  loraly [ Do 26. Nov 2009, 12:02 ]
Betreff des Beitrags:  Charlotte Link

«Die letzte Spur» von Charlotte Link

Ich habe gleichzeitig zwei Bücher zu lesen begonnen und das Buch von Charlotte Link wählte ich als Buch für unterwegs. Das Andere war nicht wirklich
handlich zum Mitnehmen. Es kam wie es kommen musste. Das Buch von Frau Link
fesselte mich so sehr, dass alles andere vergessen ging.

Wie immer lernt man die verschiedenen Charaktere kennen und macht sich
Gedanken in welchem Zusammenhang diese miteinander stehen. Es kommt mir immer
so vor, als würde man eine grosse Schlinge um alle Charakteren ziehen und sie dann langsam zusammenziehen, so dass die Beziehungen der einzelnen Figuren sichtbar werden. Das find ich faszinierend. Die Spannung hält sich so über lange Strecken aufrecht.

Was ich bei Frau Link auch sehr schätze ist, dass sie nur die persönlichen Probleme der Figuren einbezieht, die wichtig sind für die Geschichte. Es gibt andere Autoren, die sich in den Problemen ihrer Personen verlieren. Das ist hier nicht der Fall und somit geht auch keine Spannung
verloren.

Was ich als empathische Leserin sagen muss, war, dass mir zum Schluss
etwas fehlte und ich nicht glauben wollte, dass dies wirklich der Wahrheit
entsprach. Es war eine Frage des Glaubens und erst war ich enttäuscht, aber jetzt denke ich, dass es sicher ein Schluss ist, den man nicht erwarten würde.

Für mich war es ein Lesevergnügen, das ich nur empfehlen kann und freue
mich schon aufs nächste Buch, das nicht weit entfernt auf dem Stapel liegt und
nur darauf wartet gelesen zu werden.

Viel Spass beim Lesen

Autor:  Anzeige [ Do 26. Nov 2009, 12:02 ]
Betreff des Beitrags: 


Autor:  loraly [ Di 21. Dez 2010, 17:52 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Charlotte Link

« Das Echo der Schuld » von Charlotte Link

Das Ehepaar Quentin verbringt ihren Urlaub auf Skye. Während des Urlaub beschäftigen sie Livia Moore, die sich um die Hausarbeit kümmern soll. Livia und ihr Mann wollen mit ihrem Schiff eine Weltumsegelung machen, doch als sie weitersegeln wollen, erleiden sie Schiffbruch vor Skye. Mrs. Quentin ist der Meinung dass man die beiden unterstützen sollte ihn ihrer Not. Ihr Mann ist dagegen, aber sie macht es trotzdem und wird Nathan Moore nicht mehr los. Er folgt ihr zu ihrem Wohnort und nistet sich dort ein. Seltsamerweise kann sich Mrs. Quentin seit Jahren zum ersten Mal einem Menschen gegenüber öffnen. Während den Gesprächen entwickelt sich etwas.

Mr. Quentin fühlt, dass er seine Frau verlieren könnte, weiss aber nicht wie er das verhindern soll.

Zur selben Zeit verschwinden zwei Mädchen im Ort, in welchem die Quentins wohnen. Die Leichen der Mädchen fand man dann kurze Zeit später. Plötzlich wird auch Kim, die Tochter der Quentins, vermisst und es ist das Schlimmste zu befürchten.

Wer steckt hinter den Morden an den Mädchen und kann Kim noch gerettet werden?

Es gibt verschiedene Erzählstränge, die für einmal nicht so sehr miteinander verbunden sind, wie man es von Frau Link gewohnt ist. In diesem Buch spielen die Leben der Charaktere eine wichtige Rolle. Ich fand jede einzelne Lebensgeschichte interessant und bin mir nicht ganz sicher, ob die Morde an den Mädchen in das Buch passen. Mich hätte es überhaupt nicht gestört, wenn nur die Lebensgeschichten der Charaktere beschrieben gewesen wären, weil die alleine schon sehr interessant und spannend waren. Ich hatte immer ein wenig den Eindruck dass die Morde nicht in das Buch passen.

Trotzdem finde ich das Buch toll, denn es hat mich gefesselt. Allerdings empfand ich es nicht als leichte Kost, denn die Ermordung der Mädchen macht einem schon zu schaffen. Es fällt einem nicht leicht die Gedanken wieder zu lösen.

Ich denke man sollte sich auch mal mit realitätsnahen Themen befassen. Also ein Buch zum Nachdenken ...

Autor:  loraly [ Di 21. Dez 2010, 17:53 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Charlotte Link

«Die Sünde der Engel» von Charlotte Link

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Familie Beerbaum.

Janet Beerbaum, die Mutter von Zwillingen bricht aus der Ehe aus und kehrt zurück an die Seite ihres einstigen Liebhabers.

Mario Beerbaum ist einer der Zwillinge. Er hat Christina kennen gelernt und fährt mit ihr in ein Ferienhaus in der Provence. Christina wird sehr schnell klar, dass der Urlaub ganz anders sein wird, als erwartet.

Maximilian Beerbaum ist in einer psychiatrischen Klinik, da er ein Mädchen fast getötet hätte. Allerdings konnten schwere psychische Störungen fest gesellt werden, so dass er in die Klinik und nicht in das Gefängnis kam.

Philipp Beerbaum hatte alles unternommen, um mit dem Rest der Familie in Hamburg neu anzufangen. Niemand wusste von einem Zwillingsbruder von Mario. Philipp knabbert daran, dass er seine Frau stets mit einem andern Mann teilen musste und das nicht unterbunden hatte.

Es gibt noch weitere Figuren in dem Buch, welche nicht minder interessant sind. Psychisch schleppt jeder etwas mit sich, dass er noch bearbeiten muss.

Das Buch lebt von den Charakteren, die auf der psychologischen Ebene wunderbar beschrieben sind. Sie ringen mit sich und der Situation.

Was mich vor allem fasziniert hat, ist der Umstand, dass die Probleme der Figuren so alltäglich sind. Es ist nichts Erfundenes dabei, man kann sich so gut einfühlen.

Das Buch ist nicht ein Krimi im eigentlichen Sinne, liest sich aber wie einer. Die Spannung steigt von Seite zu Seite. Was ich als Höhepunkt erlebte, war, dass alles ganz anders ausgeht, als was man denkt und hofft. Teile kann man erahnen, aber wie sich am Schluss alles darstellt, darauf kommt man nicht wirklich.

Ich kann das Buch wirklich sehr empfehlen.

Lass euch auf die menschliche Psyche ein ...

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