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| Autor: | loraly [ Mi 17. Dez 2008, 13:10 ] |
| Betreff des Beitrags: | Seitensprung |
Inspiriert zu dieser Geschichte wurde ich durch das Schaufenster eines Juweliers. Er wollte die Leute dazu bringen, sich mal etwas unkonventionelleren Schmuck zu kaufen und stellte ein Plakat hin, wo sinngemäss folgendes stand: “Wagen sie einen Seitensprung.” Mir stellten sich die folgenden Fragen, als ich das geschrieben habe. Trifft das Klischee wirklich zu, dass Männer nur was schenken, wenn sie ein schlechtes Gewissen haben? Schenken Frauen auch was, wenn sie ein schlechtes Gewissen haben? Ist man mit ehrlich sein nicht immer besser dran? Bin auf eure Meinung gespannt … Der Seitensprung Inspiriert zu dieser Geschichte wurde ich durch das Schaufenster eines Juweliers. Er wollte die Leute dazu bringen, sich mal etwas unkonventionelleren Schmuck zu kaufen und stellte ein Plakat hin, wo sinngemäss folgendes stand: “Wagen sie einen Seitensprung.” Martin hatte Allan gebeten in ihre Stammkneipe zu kommen, da er einen Rat von seinem guten Freund brauchte. Sie wollten sich gegen 19.00 Uhr treffen. Martin war schon da, als Allan eintraf. Sie bestellten sich ein Bier und sprachen erst über die Neuigkeiten. Doch dann fragte Allan was Martin den auf dem Herzen hätte. Dieser blickte etwas verlegen und nahm noch einen Schluck Bier, als müsste er sich wirklich Mut antrinken. " Ach Allan ich hab Mist gebaut. Ich hätte nie gedacht, dass mir sowas je passieren wird. Dachte ich sei dagegen gefeit und nun bin ich keinen Deut besser. Es ist ... " " Ganz ruhig Martin, was willst du eigentlich sagen? Du weisst, dass du es mir gerade heraus sagen kannst. " " Ich habe meine Frau Margot betrogen. " " Oh, da geb ich dir recht, dass hätte ich von dir nun auch nicht erwartet. Läuft es denn zwischen euch beiden nicht mehr? " " Doch es ist alles bestens. Ich hab mich nur von einer Frau, welche alle Register gezogen hat, verführen lassen. Ich blieb einige Zeit standhaft, doch irgendwann überschritten wir den Punkt, wo ich mich nicht mehr zurückhalten konnte. Dann ist es eben passiert. " " Wirst du sie wieder sehen? " " Um himmelswillen nein. Sie war nur für eine Nacht da und reist jetzt wieder um die Welt. Wir haben keine Adresse oder Telefonnummer ausgetauscht. Es war nur ein One-Night-Stand. " " Na, dann ist das doch kein Problem. Wenn du weisst, dass sowas nie wieder geschieht, würde ich es nicht beichten. Ausserdem wäre es nicht mal wieder an der Zeit für ein Geschenk für Margot? " " Ja, ich hab ihr schon lange nichts mehr geschenkt. Wird sie da nicht misstrauisch? " " Falls sie fragt, was du angestellt hast, tust du beleidigt. Sag ihr, man könne es den Frauen auch nie recht machen. Wenn man was zu den gängigen Tagen schenke, sei es nicht recht, weil das ja so berechenbar sei. Würde man aber mal überraschend was schenken, würde einem immer unterstellt, was angestellt zu haben. Dabei habe man sie nur überraschen wollen. Da wird sie einlenken, weil sie ein schlechtes Gewissen und dir unrecht getan hat und dann werdet ihr einen schönen restlichen Tag zusammen verbringen. " " Das klingt gut und was soll ich ihr schenken? " " Da hab ich dir eine gute Adresse. Ein Juwelier, den ich kenne, hat in seinen Hinterräumen eine Ecke eingerichtet mit Seitensprunggeschenken. Da gehen wir morgen hin und suchen was nettes aus. Hast du morgen um 17.30 Uhr Zeit? " " Ja das kann ich mir einrichten. " " Gut dann machen wir das so. Und nun trinken wir noch ein Bierchen. " " Danke dir mein Lieber, wüsste nicht, was ich ohne dich gemacht hätte. " " Dafür sind Freunde da. " Die beiden stiessen auf den genialen Plan an und tranken noch ein, zwei Bierchen. Zur selben Zeit treffen sich Margot, Susanne und Anne zu einem gemütlichen Frauenabend. " Hey Mädels habt ihr schon von den Seitensprunggeschenken gehört? " " Ne was ist das? " " Das klingt ja echt nach was, dass man wissen sollte. " " Oh ja. Ich habe gehört, dass es einen Juwelier gibt, der in den hinteren Räumlichkeiten eine Ecke hat, wo er die Seitensprunggeschenke hat für Männer, die was gut machen möchten. " " Das klingt ja interessant. Das heisst, wenn man aus der Ecke als Frau was bekommt, weiss man, dass der Mann Mist gebaut hat. " " Ja, das wüsste man, aber Mädels erst müsste man wissen, was der da hinten verkauft, damit man als Frau dann weiss, dass es ein Seitensprunggeschenk ist. " " Was hab ihr morgen Nachmittag vor? " Nichts kam es aus beiden Mündern. " Ich schlage vor wir treffen uns morgen da bei dem Juwelier und wir können ihn sicher so ablenken, dass jede die Gelegenheit hat sich die Seitensprunggeschenkeecke anzuschauen. " Alle drei waren einverstanden und freuten sich diebisch auf den nächsten Tag. Am nächsten Tag trafen die drei sexy gekleideten Damen vor dem Juwelierladen ein. Sie waren der Ansicht, dass man die weiblichen Reize einsetzen sollte, um den Juwelier zusätzlich abzulenken. Sie gingen hinein und der Juwelier bekam grosse Augen und machte sich gleich daran die Kundschaft nach allen Künsten zu bedienen. Margot und Anne spielten ihr Rolle gut und hatten den Juwelier bald in ein tiefes Gespräch verwickelt, während Susanne sich umsah. Sie entdeckte einen Gang der zur Toilette führte. Sie folgte diesem Gang und kam an einer Schiebetür vorbei. Diese lies ihr keine Ruhe und behutsam ohne Lärm schob sie die Türe auf die Seite. Dann sah sie die schönen Schmuckstücke. Sogar ein Prospekt lag da, wo alle die schönen Stücke drin waren. Der Titel war: " Die besonderen Geschenke für besondere Momente ". ' Das ist ja nett formuliert. Halten die uns für ganz bescheuert. Zum Glück hab ich gestern das Gespräch zwischen Allan und einem Freund belauscht. ' Susanne kam unbemerkt zurück in den Verkaufsraum und nahm Teil an dem Gespräch. Zum Schluss versicherten die Frauen dem Juwelier mit ihren Männern zurückzukommen und verabschiedeten sich. Kaum waren die Frauen draussen und um die Ecke verschwunden, um ein nahe gelegenes Kaffee aufzusuchen, da kamen auch schon Allan und Martin in Sicht. Zu ihnen gesellte sich noch ein Dritter. Es war Lukas der Ehemann von Anne. Geschlossen betraten sie den Juwelierladen und die Augen des Juweliers begannen zu leuchten. Er kannte den Gesichtsausdruck, wenn ein Mann ein bestimmtes Geschenk brauchte. Ohne sich lange aufzuhalten führte er die Herren gleich zu der Schiebetür. Martin und Lukas sahen sich neugierig um und hatten bald was passendes für ihre Frauen gefunden. Mit heiteren Mienen bezahlten die beiden und draussen verabschiedete man sich und dankte dem wahren Freund noch mal für seine Unterstützung. Zur selben Zeit hatten sich die Frauen, den Prospekt angeschaut. Jede hatte ihren eigenen Prospekt. " Ist eigentlich schon unglaublich, dass es sowas tatsächlich gibt. " " Es gibt nichts, was es nicht gibt. " " Zumindest wir wissen jetzt, wenn unsere Männer was ausgefressen haben. " Die drei Frauen nickten einander zu und bald verabschiedeten sie sich und jede ging nach Hause. Kurz nachdem Margot zu Hause angekommen war, traf auch Martin ein und überreichte Margot sein Geschenk. " Hier eine kleine Aufmerksamkeit. Muss ja nicht immer an einem bestimmten Tag sein oder? " " Das ist aber lieb von dir. Damit hast du mich nun wirklich überrascht. " Margot packte das Geschenk aus und wurde erst bleich und dann rot vor lauter Wut. Martin, der diesen Wechsel bemerkte, ahnte, dass was ziemlich schief gelaufen sein musste. " Wer war sie? Hat es Spass gemacht. Wie konntest du nur? " Martin war völlig perplex. Wie nur hatte sie herausgefunden, was gelaufen war. " Es tut mir leid. Es war eine einmalige Sache. Bitte, lass ... " " Geh, ich will dich heute abend nicht mehr sehen. Martin verliess die Wohnung und ging in Richtung Stammkneipe davon. Zur gleichen Zeit ruft, Margot Susanne an und berichtete ihr, was geschehen war. Sie verabredeten sich für später. Auch im selben Moment ging es bei Lukas und Anne hoch her. " Was ist los Schatz? Du sagst ja nichts. Gefällt es dir nicht, wir können es ja umtauschen. " Anne knallte ihm den Propekt auf den Tisch und das schlechte Gewissen war Lukas auf die Stirn geschrieben. "Bitte, geh ... " Lukas verliess darauf hin die Wohnung und machte sich ebenfalls auf den Weg in die Kneipe. Auch Anne rief bei Susanne an und diese entschloss sich, Anne gleich mit zu Margot zu nehmen. Doch erst hatte sie noch was zu klären. Weil im selben Moment kam Allan durch die Tür. Der spürte sofort, dass was nicht stimmte und behielt seine Jacke gleich an. " Wie konntest du sowas tun. Hast deinen besten Kumpels geraten, die Frauen zu belügen und hast ihnen zu Seitensprunggeschenken geraten. Hab nämlich gehört, wie du mit Martin oder Lukas gesprochen hast und dann sind wir hin zu dem Juwelier und ich hab die Prospekte besorgt und so wussten wir alle, was diese Geschenke zu bedeuten haben. " " Ohje, so war das nicht gedacht. " " Ich werde mich jetzt mit den Mädels treffen und dich möchte ich heute nicht mehr sehen. " Kurz darauf traf auch Allan in der Kneipe ein und sah Martin und Lukas beim Bier trinken und heftig gestikulieren. Allan gesellte sich zu ihnen. " Einen schönen Rat hast du uns da gegeben. Jetzt sitzen wir noch tiefer drin. " " Ich aber auch. Susanne hat mich belauscht und alles rausgefunden und hat mich für heute Nacht vor die Tür gesetzt. " " Na dann willkommen im Club. " Es wurde auf beiden Seiten eine sehr lange Nacht. Mit Bier und drei Riesenbecher voller Eiscreme. |
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| Autor: | Anzeige [ Mi 17. Dez 2008, 13:10 ] |
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